Neues Ziel für 2021
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Schon länger bin ich mit meinem Onkel in Kontakt und im Gespräch wegen der Dominikanischen Republik. Dies einerseits, weil die Wurzeln seiner Lebenspartnerin in der Karibik sind und sie wegen Corona nach dem letzten Rückflug dort gestrandet ist. Ich hatte ihr im Frühling wegen einem Todesfall in der Familie einen Flug nach Punta Cana organisiert und seither steckt sie dort fest.

Genau vor 2 Wochen stolperte ich dann über einen Reisebericht über mögliche Feriendestination während der Coronazeit,. Dabei war auch die Dominikanische Republik aufgeführt, was mich zuerst etwas stutzig machte, denn ich musste den Rückflug für die Lebenspartnerin meines Onkels bis in den April 2021 verschieben, da nach dieser Destination der Flugverkehr eingestellt wurde. Doch in der hässlichen Coronazeit kann nichts geplant werden und soo bleibt einem nichts anderes übrig als immer wieder nachzusehen, welche Regeln aktuell gelten und welche Möglichkeiten angeboten werden.

Ich teilte aber tgas darauf meinem Onkel mit, dass die Flüege nach Punta Cana wieder aufgenommen wurde. Er reagierte darauf für mich völlig unerwartet und sagte, er wolle hinfliegen und fragte mich gleichzeit, ob ich ihn begleite. Diesen Gedanken musste ich zuerst etwas setzen und reifen lassen.

Doch heute habe ich micht definitiv entschlossen und 2 Retourflüge nach Punta Cana mit der Swiss gebucht. Wir fliegen am 02. Januar 2021 von ZRH nach PUJ und gehen an  einen für mich noch unbekannten Ort. Ich weiss einzig, dass mein Onkel dort mit Elisabeth ein Domizil hat - mehr weiss ich noch nicht. Ich denke aber dies alles klärt sich in den nächsten Tagen und ich erhalte mehr Informationen wohin die Reise geht. Ich werde mich jetzt mit Land und Leuten auseinader setzen und suche nach den Spots, die ich bei meinem Aufenthalt gerne besiuchen möchte. Ich bin gespannt auf welches Abenteuer ich mich diesmal eingelassen habe.

 

Reisen und Covid-19

Schon früh entschlossen wir uns den üblichen Reisetermin im Frühjahr zu hinterfragen und haben diesen bis nach der Regenzeit verschoben. Der endgültige Entscheid fiel nachdem ich mit Annick Vollmar gesprochen hatte, welche für Helvetas mehrere Jahre in Bhutan lebte und arbeitete. Sie war es, die mich auf die extrem schlechten Strassenverhältnisse in der Regenzeit aufmerksam machte. Teilweise gibt es dann Erosionen oder oder nach starken Regenfällen sind die Strassen aufgeweicht und unbefahrbar. Kein Weiterkommen und ungewollt irgendwo über Tage oder Wochen stecken bleiben waren schlechte Aussichten für unsere Planung. Wenn für eine Reise nur 4 Wochen zur Verfügung stehen und jeden Tag Kosten staatliche Kosrten verursacht, dann macht es wenig Spass irgendwo im Juhee zu verbringen und bessere Zeiten abzuwarten. Also ist ein späterer Reiseantritt effektiv die bessere Option. Das Reisedatum liessen wir vorläufig offen und buchten die Flüge nicht. Dies war ein guter Entscheid, denn zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht welchen Einfluss Covid-19 auf unserere Reiseplanung hatte. Irgendwann mussten wir aber unsere Reisepläne 2020  ganz aufgeben, da das Virus die ganze Welt lahm legte.

Bhutan - wir werden kommen - aber wissen heute noch nicht wann.

 

 

Das Glück als Landeswährung

Das Glück als Landeswährung

Bhutan zu besuchen ist wie eine Reise durch die Zeit. Man lässt Jahrhunderte zurück und ist dem Zeitgeist doch voraus

Der Aufstieg zum Tigernest ist kräftezehrend; Einheimische gehen - nicht nur über die längste Brücke - zu Fuss

Der Aufstieg zum Tigernest ist kräftezehrend; Einheimische gehen - nicht nur über die längste Brücke - zu Fuss

 

Denise Jeitziner / SonntagsZeitung 01.03.2020

Dass etwas besonders ist in Bhutan, realisiert man nicht sofort. Würden nicht überall bunte Gebetsfahnen im Wind flattern, könnte man meinen, man sei im Engadin, im Rhone- oder im Maggiatal. Aber das Himalaja-Königreich liegt höher, als es scheint. Die Beine sind irritierend schwer, der Atem kommt kaum nach. Vielleicht ist es deswegen heute so still in unserem Minibus, mit dem wir seit Tagen unterwegs sind. Wie sollen wir es bloss nachher zum Tigernest schaffen, das sich auf 3000 Meter über Meer an einen senkrechten Felsen krallt? Jeder Einheimische möchte das Heiligtum einmal im Leben besuchen, jeder Tourist will es sehen, aber nicht jeder erreicht das Ziel.

Dieser erste Eindruck ist sinnbildlich für das Land: Da ist mehr, als man sieht, und manchmal muss man innehalten, um vorwärtszukommen. Das Tempo ist gemächlich. Gerade mal zwei Linienflüge landen hier täglich; pro Jahr sind das so viele wie in Zürich an einem Tag. Die Einreiseschalter sind aus Holz, das Gepäckband kurvt wie eine Modelleisenbahn um die Miniaturversion des Dzong von Punakha, der unweit der längsten Hängebrücke Bhutans liegt.

Der Staat nutzt den Tourismus zum Wohl seiner Bewohner

Mehr Touristen könnte das Land, eingezwängt zwischen Indien und China, auch noch gar nicht beherbergen. Es ist so klein wie die Schweiz, hat aber zehnmal weniger Einwohner. Die Infrastruktur abseits der Hauptstrasse verbessert sich nur langsam. Erst seit wenigen Jahren gibt es Fernsehen, Internet und Handyempfang. Den Zeitgeist trifft Bhutan jedoch besser als der Westen. Auch weil es beim Sprung in die Neuzeit vieles richtig gemacht hat.

Unser Minibusfahrer Pema muss wieder einmal hupen. Eine Kuh hat es sich neben dösenden Hunden auf dem Asphalt gemütlich gemacht und will partout nicht aus dem Weg. So entspannt können nur Tiere in buddhistischer Umgebung sein. «Wer eine Kuh überfährt, muss dem Besitzer das Doppelte ihres Werts bezahlen», erzählt Reisebegleiter Galey, der jeden noch so überzeugten Individualtouristen vom Reiz einer geführten Reise überzeugen kann.

Auch das ist Teil von Bhutans Glücksstrategie. Als der damalige König vor 45 Jahren beschloss, sich der Welt zu öffnen, wusste er, dass er mit den kapitalistisch geprägten Ländern sowieso nicht mithalten kann, und definierte eine eigene Währung: das nationale Glück. Wer einreisen will, muss über einen offiziellen Anbieter buchen und mindestens 250 Dollar täglich ausgeben - für einen einheimischen Führer, die Übernachtung und alle übrigen Kosten. So schützt sich Bhutan vor Massentourismus. Zudem fliessen 65 Dollar in die Bildung und die medizinische Versorgung. Beides ist für die Bewohner kostenlos. Und glücksfördernd.

Internationale Hotels sind erst seit kurzem zugelassen. Dass die Luxuskette Six Senses entlang der schönsten Orte des Landes bauen durfte, ist nur logisch: Sie trägt das Nachhaltigkeitskonzept Bhutans in ihrer DNA. Die grosszügigen Lodges fügen sich nahtlos in die Umgebung ein. Sie setzen auf traditionelle Elemente und minimalistischen Luxus. Es gibt viel Ruhe und keinen Plastik. Das Wasser wird in wiederverwertbaren Flaschen serviert. Das Gemüse stammt wenn möglich vom hauseigenen Garten. Es ist wie in Bhutan selber: Lebensmittel werden nur importiert, wenn die Bauern zu wenig produzieren. Auf Einwegplastik verzichten die Einheimischen, oder sie verwenden es wieder. Nichts wird verschwendet.

Nett sein und so für ein gutes Karma sorgen

Wer will, kann sich im Hotel von einem Astrologen Rat fürs jetzige und nächste Leben holen - so wie es die Einheimischen vor wichtigen Entscheidungen tun. Der Aberglaube ist allgegenwärtig. Selbst in der investigativen Wochenzeitung «The Bhutanese» findet sich eine Ratgeberrubrik: Heute sei ein guter Tag für spirituelle Rituale, aber ein schlechter, um ein neues Geschäft zu starten.

Wir wollen bloss zum Tigernest. Auf der Fahrt dorthin erzählt uns Galey von Guru Rinpoche, der den Buddhismus nach Bhutan gebracht hat. Er sei auf dem Rücken eines Tigers auf jenen Felsvorsprung geflogen, wo heute das Heiligtum stehe. Geschichten wie diese rezitiert der 29-Jährige so selbstverständlich wie die jüngsten Sportnews: «Liverpool hat gestern 0 zu 2 gegen Napoli verloren.»

Wie die meisten Männer trägt auch Galey die einheimische Tracht. Der Gho ist eine Art kurzer Bademantel mit Kniestrümpfen. Die Frauen ziehen die Kira an, einen bodenlangen Wickelrock mit Jäckchen. Traditionen wie diese zu wahren, ist ein Grundpfeiler der Glücksphilosophie. Ein anderer ist die tief verankerte buddhistische Lebensweise. Mantras wie «Keep the environment clean & green» stehen auf Schildern am Strassenrand. «No hurry, no worry». «Don’t create bad karma. Don’t leave behind an injured animal». Also die Umwelt schonen, immer schön entspannt bleiben und Sorge zu Tieren tragen. Kurz: Nett sein und so für gutes Karma sorgen.

Nach fünf Tagen in Bhutan fühlen wir es auch. Die fiese Mücke im Schlafzimmer lassen wir leben. Jemand von uns erkennt in einem Hund mit verschiedenfarbigen Augen die Reinkarnation David Bowies und stimmt «Ziggy Stardust» an. Die Trinkflasche füllen wir auf, statt sie achtlos zu entsorgen. Wir wollen es schliesslich zum Tigernest schaffen und endlich das Himalaja-Gebirge sehen, bislang war das Wetter - oder Karma - zu schlecht dafür.

Wer sich nicht den ganzen Weg zutraut, kann sich bis zur Hälfte von Maultieren tragen lassen. Der schlammige Pfad führt über Wurzeln durch einen feuchten Wald, nur manchmal gibt er einen kurzen Blick auf das Heiligtum hoch oben frei. Drei Viertel des Landes sind bewaldet, und jedes Jahr am 2. Juni pflanzen alle Einheimischen einen neuen Baum. Bhutan schluckt mehr CO2, als es produziert. Es gibt ja auch keine SUV-Eltern, die ihre Kinder herumkutschieren. Selbst die Kleinsten laufen zur Schule, obwohl manche mehrere Stunden dafür brauchen.

Bald hängt jeder von uns seinen Gedanken nach, zum Reden ist die Luft zu kostbar; nur das Urwaldgezirpe und unser Atem sind zu hören. Immer weiter den Gebetsfahnen nach. Nicht von jenen irritieren lassen, die einen überholen. Und dann taucht es nach Stunden aus dem Nebel auf: das Tigernest, unser Ziel. Drinnen erwarten uns karge Räume, meditierende Mönche und Altare mit bizarren Bildern. Unsere Handys mussten wir abgeben; es ist ungewohnt, alles so achtsam zu betrachten.

Hinter einem Vorhang empfängt uns der Lama für einen Segen. Wir sitzen andächtig an niedrigen Tischlein, der Geistliche brummelt im Singsang. Just in diesem Moment entschliesst sich die einsame Kaffeemaschine in der Ecke für einen Spülvorgang. Das Karma nimmts locker: Auf dem Heimflug über den Himalaja schenkt es uns freie Sicht auf den Mount Everest, das Dach der Welt.

Die Reise wurde ermöglicht von Windrose - Finest Travel und der Hotelgesellschaft Six Senses

Schon die Anreise ist beeindruckend

Anreise: Bhutan ist mit Drukair ab Delhi in ca. 2 Stunden erreichbar. Mit etwas Glück ist der Mount Everest zu sehen; der Landeanflug gilt als einer der spektakulärsten der Welt.

Unterkunft: In Paro, Thimphu, Punakha, Gangtey und Bumthang sind fünf neue Lodges der Hotelgesellschaft Six Senses entstanden, die sich der Führung nachhaltiger Resorts und Spas verschrieben hat, www.sixsenses.com

Reiseveranstalter: Buchen kann man nur über anerkannte Agenturen, die Tagespauschale beträgt 250 Dollar (Nebensaison 200 Dollar). Windrose - Finest Travel führt mit der 12-tägigen «Himalaja - hoch und heilig»-Tour unter anderem zu Naturschönheiten, kulturellen Stätten und Heiligtümern mit Mönchszeremonien, ab 5690 Euro pro Person. Tel. +49 30 201721 33, www.windrose.de

Beste Reisezeit: Mitte September bis Mai.

Allg. Infos: Bhutan Tourismus, www.tourism.gov.bt

Aussicht vom Tigernest

 Das Six-Senses-Resort in Thimphu

 

Links zu Bhutan

Buch-Autor:

http://www.mountainbike-expedition-team.de/bhutan/bhutan.html
Andreas von Hessberg, Buchautor "Bhutan" (eigene Internetseite)

Landeskunde und Natur

https://www.kingdomofbhutan.com
Königreich Bhutan

www.rspnbhutan.org
www.bhutanfound.org
Königliche Naturschutzgesellschaft

www.birdlist.org/bhutan.htm
Liste der Vogelarten Bhutans

www.bhutan.com/nature
Natur- und Landschafts-Informationsseite

www.nature.com/news/2009/091021/full/4611042a.html
Über das Abschmelzen der Gletscher in Bhutan (und Himalaya)

Hilfsorganisationen und NGO

www.probhutan.com
Pro Bhutan e.V.

www.bhutan-gesellschaft.de
Deutsch-Bhutan-Himalaya-Gesellschaft e.V.

www.wwfbhutan.org.bt
World Wildlife Fund (WWF) in Bhutan

www.bhutan-switzerland.org
Schweizer Bhutan Gesellschaft

Tourismus

www.tourism.gov.bt
Tourismusdepartment der Regierung (mit sehr vielen Hinweisen zu Agenturen und Landeskunde)

www.abto.org.bt
Verband der Reiseagenturen Bhutans

www.drukair.com.bt
Fluggesellschaft DrukAir

www.bhutanairlines.com.bt
Fluggesellschaft Bhutan Airlines

www.hotel.bt
Liste mit Hotels in Bhutan

Kultur

https://www.kingdomofbhutan.com/visitor/festivals/festivals_2020ss.html
Bhutan Festival Daten Sommer 2020

www.nab.gov.bt
National Assembly of Bhutan

www.nationalmuseum.gov.bt
Nationalmuseum

www.library.gov.bt
Nationalbibliothek

www.dzongkha.gov.bt/en/dictionary/search
Schriftzeichen und Wörterbuch

www.grossnationalhappiness.org
Bruttonationalglück

Reiseveranstalter in der Schweiz

https://reisenbhutan.ch
Drukeye Tours & Travels (Schweizerin in Bhutan)

Airlines

https://www.drukair.com.bt
Drukair - Royal Bhutan Airlines

http://www.bhutanairlines.bt
Bhutan Airlines

Zeitungen

https://kuenselonline.com
Kuensel Online

Reisevorschriften

Tariff: Per the Royal Government of Bhutan
(Tourism Council of Bhutan)

The minimum daily package covers the following services:

  • A minimum of 3 star accommodation (4 star may require an additional premium)
  • All meals
  • A licensed Bhutanese tour guide for the extent of your stay
  • All internal transport (excluding internal flights)
  • Camping equipment and haulage for trekking tours

 

It also includes:

  • All internal taxes and charges
  • A sustainable tourism Royalty of $65. This Royalty goes towards free education, free healthcare, poverty alleviation, along with the building of infrastructure.

 

The minimum daily package for tourists travelling in a group of 3 persons or more is as follows:

  • USD $200 per person per night for the months of January, February, June, July, August, and December.
  • USD $250 per person per night for the months of March, April, May, September, October, and November.

 

Individual tourists and smaller groups of less than three persons are subject to the following surcharges, over and above the minimum daily package tariff:

  • FIT surcharge for 01 person = US $ 40/ per night
  • FIT surcharge for 02 people = US $ 30/ per person per night
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