Stalingrad
Fox Lorber (1993)
Drama, Krieg, Ausländische
In Sammlung
#493
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GesehenJa
4009750290019
IMDB   7.5
134 Min. Germany / Deutsch
DVD  Region 1
Dominique Horwitz Fritz Reiser
Thomas Kretschmann Hans von Witzland
Jochen Nickel Manfred Rohleder
Sebastian Rudolph GeGe Müller
Dana Vávrová Irina
Martin Benrath Gen. Hentz
Sylvester Groth Otto
Karel Hermánek Hermann Musk
Heinz Emigholz Edgar Emigholz
Ferdinand Schuster Double Edgar
Regisseur
Joseph Vilsmaier
Produzent Mark Damon
Hanno Huth
Autor Jürgen Büscher
Christoph Fromm
Kamera/Fotographie Rolf Greim
Klaus Moderegger
Komponist Enjott Schneider


Der Film behandelt die Schlacht von Stalingrad in den Jahren 1942/43. Der mit großer Kraftanstrengung unternommene Versuch der Wehrmacht, die Stadt zu erobern, endet nach einem halben Jahr in einer Katastrophe: Die Deutsche 6. Armee wird von der Roten Armee eingeschlossen und bis Februar 1943 vernichtet.

In der ersten Szene des Filmes sieht man die Soldaten noch in Italien entspannt auf Fronturlaub. Sie kommen gerade aus Afrika. Man sieht auch erste Verletzte. Die Soldaten einer Sturmpionier-Einheit sollen nun an die Ostfront fahren und dort helfen, Stalingrad einzunehmen. Auf der Zugfahrt wird noch gescherzt: „Dann hauen wir dem Iwan eine auf's Fell. So ne lumpige Stadt, die nehmen wir doch in drei Tagen.“ Das Bataillon hat zu diesem Zeitpunkt eine Stärke von ca. 400 Mann.

Angekommen in Stalingrad zeigt sich jedoch ein anderes Bild. In der fast zerstörten Stadt bleiben die Landser im erbitterten Häuserkampf stecken. Die Versorgung ist schlecht, die Moral am Boden. Die 6. Armee wird eingeschlossen. Nachdem einige MG-Nester gestürmt wurden, gerät der Vormarsch der Pioniere ins Stocken. Die Soldaten verschanzen sich. Bei der Einnahme eines Gebäudes kommt es zu einem Unglück. Der Landser Müller, springt von einer Treppe und dadurch löst sich ein Schuss, der zum einen einen anderen deutschen Soldaten tötet und fatalerweise den Soldaten der roten Armee die Position des deutschen Vorstoßes verrät, welcher daraufhin angegriffen wird. Der junge Leutnant Hans von Witzland, erst von seinen Kameraden belächelt, behauptet sich und handelt gegen jede Order einen Waffenstillstand aus. Die Bergung von Toten und Verwundeten scheitert jedoch an einem fanatischen deutschen Soldaten, der das Feuer eröffnet, da er einen Angriff der sowjetischen Seite vermutet hat. Ein sowjetischer Junge, der eine Handgranate werfen wollte, wird jedoch gefangen genommen.

Die Soldaten bekommen am nächsten Tag ihre Post und werden hier mit den Problemen aus der Heimat konfrontiert: Fremdgehen einer Frau mit einem Kriegsgefangenen, Diebstähle auf dem heimischen Bauernhof, schwangere Ehefrauen. Später versuchen die Sturmpioniere über die Kanalisation zu fliehen. Eine sowjetische Soldatin wird vom Leutnant gefangen. Sie täuscht vor, ihm zu helfen, stürzt ihn jedoch ins Wasser und kann entkommen. Ein deutscher Soldat wurde schwer verletzt; sein Bein ist zerschossen. Die Männer tragen ihn in ein chaotisches Lazarett, einen Raum, überfüllt mit Verwundeten. Mit vorgehaltener Waffe versucht Fritz, eine Behandlung seines Kameraden zu erzwingen, welcher aber stirbt. Ein deutscher Hauptmann bemerkt die Szene und verhaftet den kleinen Trupp. Einer Erschießung können die Soldaten nur entgehen, da ein General, bei dem der Leutnant vorsprechen kann, dessen hochrangigen Onkel kennt. Sie werden in ein Strafbataillon versetzt. Bei eisiger Kälte und Hungerrationen müssen sie Minen entschärfen. Doch schon bald werden die Frontkämpfer knapp, und sie werden wieder in den Dienst gestellt, um einen Ausbruch aus dem Kessel vorzubereiten. Dafür wird ihnen die Rehabilitation versprochen. Sie können den Angriff eines Panzertrupps unter Aufbietung der letzten Reserven zurückschlagen. Völlig erschöpft erreichen sie den Sammelpunkt.

Hier kommt es zu einer Schlüsselszene im Film. Der Hauptmann, der auch die Verhaftung veranlasst hat und ein fanatischer Nazi ist, lässt alte Männer und Kinder erschießen, die angeblich Saboteure gewesen sein sollen. Auch der Junge aus dem Haus ist bei den Opfern. Die Pioniere wollen sich weigern zu schießen, aber der Hauptmann droht, jeden direkt neben die „Saboteure“ zu stellen, der sich weigere. Letztendlich verübt jeder einzelne das Kriegsverbrechen. Daraufhin desertieren der Leutnant und zwei seiner Soldaten gemeinsam, um über den Flughafen Pitomnik zu entkommen.

Am völlig überfüllten Rollfeld spielen sich tumultartige Szenen ab. Soldaten, die angeblich selbst ihre Wunden verursacht haben, werden ohne längeres Nachhaken erschossen. Der Flugplatz, auf dem sich nur eine Transportmaschine befindet, ist völlig überfüllt. Es ist hoffnungslos, ein Flugzeug zu erreichen. Die drei Deserteure schaffen es nicht, kehren also resignierend in die Baracke zurück, wo die verbliebenen Soldaten warten. Von einer Kampfeinheit ist hier schon nichts mehr zu sehen.

Eine Versorgungskapsel wird per Fallschirm in der Nähe der Baracke abgeworfen. In dem Paket finden sie viele Orden mit „Gruß vom Führer“, aber auch Lebensmittel wie etwa Scho-Ka-Kola. Der Hauptmann, welcher vorher den Schießbefehl gab, bemerkt die Szene. Er zieht seine Pistole vom Typ P08 und versucht das "Plündern" zu verhindern. Doch einem Soldaten reicht es. Im Handgemenge löst sich ein Schuss, und Müller stirbt. Die Männer erschießen auch den Hauptmann, obwohl er um Schonung bettelt und den Weg zu seinem Versteck verrät.

Im Versteck angekommen entdecken sie verschwenderischen Luxus. Auch die sowjetische Soldatin aus der Kanalisation ist anwesend, gefesselt an ein Bett, Spuren von Misshandlungen sind deutlich. Die Soldaten beschließen, sie zu vergewaltigen. Der Leutnant als Ranghöchster darf anfangen. Die verzweifelte junge Frau hält dem jungen Leutnant den Spiegel vor. Von Witzland muss einsehen, dass sein Vorhaben und seine Existenz jämmerlich ist. Der Leutnant überlässt der Russin, psychisch endgültig am Ende, seine Pistole, damit diese sich erschießen kann. Sie bringt es nicht über sich. Auch die anderen Soldaten verzweifeln nach einer kurzen Phase des Hochgefühls. Kurze Zeit später kapituliert General Paulus und mit ihm die 6. Armee.

Die Niederlage bei Stalingrad ist perfekt. Zwei noch lebende im Keller verbliebene Soldaten wollen nicht in Kriegsgefangenschaft nach Sibirien. Die Russin bietet ihre Hilfe an. Sie ziehen durch die endlosen Weiten der schneebedeckten Landschaft. Als sie sich einer russisch besetzten Stellung nähern, versucht die Russin überzulaufen, wird jedoch erschossen. Die deutschen Soldaten können noch ein letztes Mal fliehen.

In der letzten Einstellung des Films sieht man den Leutnant und Fritz Reiser im Schneesturm sitzen, wobei der eine bereits liegt und den Kopf im Schoß des anderen liegen lässt. Sie haben aufgegeben. Dann hört man nur noch den Schneesturm und die Kamera zieht sich weiter von den Soldaten zurück, die immer mehr mit Schnee bedeckt werden. Der Kopf des sitzenden Soldaten ist mittlerweile auf seine Brust nach vorne gesunken. Ein Abschlusstext wird eingeblendet, in dem beschrieben wird, dass in Stalingrad über eine Million Menschen ihr Leben gelassen haben, durch Beschuss, Kälte und Hunger. Soldaten verschiedenster Nationen starben dort. Von den 260.000 Soldaten der 6. Armee gerieten 91.000 in Kriegsgefangenschaft. Von diesen kehrten Jahre später nur noch 6.000 in die Heimat zurück.

Quelle: WikiPedia DE

Details der Edition
Verpackung Keep Case
Anzahl Disks/Bänder 1
Persönliche Details
Standort Riken
Eigentümer Familie Combertaldi
Links Stalingrad at Core for Movies
IMDB
TheMovieDb.org